“Die rote Farbe sym­bo­li­siert für mich das weib­li­che Ele­ment.”

Meine Dipty­chen sind durch eine klare Grund­kon­zep­ti­on cha­rak­te­ri­siert. Die Bild­kom­po­si­tio­nen basie­ren auf geo­me­tri­schen Formen wie Qua­drat, Drei­eck, Recht­eck. Jede der zwei Bild­ta­feln (Acryl­far­be auf Nessel auf Holz) ist gleich groß.

Ich begin­ne beim Malen stets mit dem die Kom­po­si­ti­on bestim­men­den roten Qua­drat. Die rote expan­die­ren­de Farbe sym­bo­li­siert für mich u.a. das weib­li­che Ele­ment. Das Drei­eck, die eher pfeil­ar­ti­ge und Rich­tung wei­sen­de Form, bekommt das Blau oder das Türkis. Diese Farben sym­bo­li­sie­ren für mich u.a. die männ­li­che Pola­ri­tät.

Gelb, Orange, Grün, Grau, Schwarz, Silber, Gold und Weiß kommen in den recht­ecki­gen Ver­bin­dungs- bzw. Tren­nungs­strei­fen vor. 

Diese Strei­fen­ele­men­te stel­len ver­bin­den­de oder abgren­zen­de Bezie­hungs­mu­ster zwi­schen den Pola­ri­tä­ten Rot und Blau bzw. zwi­schen zwei Per­so­nen aus der anti­ken Mytho­lo­gie dar. 

Seit vielen Jahren bezie­hen sich die Kom­po­si­tio­nen meiner Dipty­chen auch auf Bezie­hun­gen und Begeg­nun­gen, die man mit Arthur Scho­pen­hau­er in Ver­bin­dung bringt.

Die Dipty­chen sind trotz der gegen­sätz­li­chen Formen und Farben fast sym­me­trisch auf­ge­baut. Die Bilder sind so kon­zi­piert, dass sie sowohl Dyna­mik als auch Ruhe aus­strah­len. Durch die Tat­sa­che, dass jede Farbe auch eine per­spek­ti­vi­sche Wir­kung hat, beinhal­tet mein Kon­zept auch einen räum­li­chen Aspekt.

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